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… so könnten wir das Ereignis betiteln auf dem Fliegerhorst Penzing, gleich neben Landsberg - etwa 50 Kilometer westlich München direkt an der Autobahn A 96 bzw. 35 Kilometer südlich Augsburg

Am 10. Juni, findet dort eine Luftfahrtschau größten Kalibers statt. Die Luftwaffe stellt sich auf 40.000 Besuchern ein. Hintergrund ist der „Tag der Bundeswehr“ und zeitgleich die Feier zum 60-jährigen Bestehen des Lufttransportgeschwaders (LTG 61). Leider sei auch angemerkt, dass der Fliegerhorst Penzing zum Jahresende aufgelöst werden wird. Was ein weiterer Grund war, warum die Luftwaffe ihre Technologien einschließlich peripherer Tätigkeitsfelder zur Schau auf diesen traditionsreichen Ort beordert hat. Auch die neu formierte Cyber-Abwehr will sich vorstellen.

Mit „Technik zum Abheben“ ist also nicht nur die Fliegerei selbst gemeint, sondern auch die Flugtechnik in allen Details. Um nur ein Beispiel herauszugreifen: So soll es Besuchern möglich sein, an Triebwerke alter und neuester Bauart heranzutreten und den Entwicklungsfortschritt selbst zu begutachten. An Personal für Erläuterungen soll es nicht mangeln, so wurde versprochen.

Penzing wird für einen Tag zum Dorado für Flugenthusiasten. Es werden Flugzeuge aus mehreren europäischen Staaten erwartet, vom Oldtimer bis zur A 400M. Über dem Flugfeld wird die Luftbetankung von Jets simuliert, was wohl noch niemand aus nächster Nähe – konkret, 1000 Fuß, das sind rund 300 Meter – gesehen haben dürfte. Oder an Fallschirmen werden tonnenschwere Lasten punktgenau abgesetzt. Auch eine Live-Höhenrettung ist versprochen.

Ständig wird Betrieb am Boden, in den Hallen und in der Luft sein. Seitens der Bundeswehr sind 1.000 Personen für Auskünfte aufgeboten, aber auch zur Einweisung. Denn außerhalb sind Parkplätze eingerichtet mit kostenlosen Bus-Shuttle. Unmittelbar an den Fliegerhorst gelangt man nur als Fahrradfahrer oder Fußgänger.

Funkamateure unter den Besuchern wird beim Blick auf die Transall-Maschinen auffallen, dass von der Pilotenkanzel hinter zum Seitenleitwerks ein Antennendraht gespannt ist. Tipp: Nehmen Sie dies zum Anlass, sich nach der Art der Kommunikation zwischen Heimatflughafen und dem speziellen DX zu erkundigen, in der Luft und mit Ländern schwacher Infrastruktur. Die Transall-Maschinen bedienten zuletzt Aufträge fürs ferne Afghanistan ebenso wie in Mali. Bei der Indienststellung vor 45 Jahren spielte zur Navigation sogar noch der Sextant eine Rolle. Heute fliegen Drohnen autark und natürlich ferngesteuert. Damit wird deutlich, welchen Anteil moderne Funktechnik auch in der Fliegerei hat. Vielleicht wird aus manchem zum Flugtag mitgebrachten Kind oder Enkelkind einmal ein Ingenieur. Die Shows sind durchaus motivierend.

Hier nochmal das Datum für den ebenso ereignisreichen, wie durch und durch technischen Tag:

Samstag, 10.6.2017, ganztägig.

Für Verpflegung vor Ort ist gesorgt, jedes Familienmitglied wird für seine Interessen etwas finden. Auch die obligate Hüpfburg ist da. Ein letztes sei noch angemerkt: Die Kommandantur bittet aufs Militärgelände keine potentiell „verdächtigen“ Gegenstände mitzunehmen. Um Missverständnissen vorzubeugen, diesmal also Handfunkgeräte besser zuhause lassen, dafür lieber ausreichend Foto- und Filmkameras umhängen.

Noch ein Nachsatz für ATV-Enthusiasten, die gern Video-Sequenzen von den Flugmanövern einfangen wollen: Ich hatte anlässlich einer Pressekonferenz Video-Aufnahmen auf dem Flugfeld aufgenommen. Jedoch der Ansagelautsprecher war so laut, dass der von mir mit aufgezeichnete Ton völlig unverständlich schepperte. Also „Oropax“ mitbringen, hi.