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Bei einem Außeneinsatz an der ISS haben zwei russische Kosmonauten den 60. Jahrestag des Sputnik-Starts vorbereitet. Der erste künstliche Erdsatellit war am 4.10.1957 in seine Umlaufbahn geschickt worden. Die Kosmonauten setzten am 16.8.2017 mehrere Mini-Satelliten aus, einer davon sendet eine Sprachbotschaft zum Sputnik auf Russisch, Englisch, Spanisch und Chinesisch aus. Die Nachricht sei auch von Hobbyfunkern zu empfangen, berichtet die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos (wahrscheinlich auf 437,025 MHz).

Durch den Erstempfang der Sputnik-Piepser 1957 war Heinz Kaminski, DJ5YM, von der Bochumer Sternwarte weltweit bekannt geworden. Im Keller seines Wohnhauses in Bochum im Stadtteil Sundern baute er auf alten Holztischen eine Funkempfangsstation und auf der Wiese vor seinem Wohnhaus errichtete er mit drei Mitstreitern eine Antenne, mit deren Hilfe er Funksignalen aus dem Weltall lauschte. Die Tonbandaufnahmen 1957 aus Bochum waren Beweis für den Beginn der Raumfahrt. 1963 empfing er erstmals in Europa Satellitenbilder des US-Wettersatelliten TIROS-8, und 1967 installierte er eine 20 Meter große Parabolantenne in einem Radom, mit der alle Apollo-Missionen direkt verfolgt wurden. Sie dient heute AMSAT-DL für diverse Weltraumfunk-Aufgaben.